Fröhliche Wintersonnenwende

Die dunkelste Zeit des Jahres ist vorrüber. Heute feiern wir, dass die Sonne wieder an Kraft gewinnt.

„Aus der Tiefe der Nacht, langsam erwacht das Leben wieder neu.“
(Gila Antara – Aus der Tiefe der Nacht)

 

FotoEs folgen die Rauhnächte, die Zeit zwischen den Jahren (Sonnenjahr, Mondjahr). In dieser Zeit soll nicht gearbeitet werden, alle Räder (Spinnräder, Wagenräder) stehen still. Es ist eine Zeit des Feierns, aber auch der Innenschau.
Was will ich ins neue Jahr mitnehmen? Was lasse ich zurück?
Die Holle/Percht zieht in dieser Zeit mit ihrem Wilden Heer durch die Lüfte und gibt acht, dass die Arbeit auch wirklich ruht und sich die Menschen am gemeinsamen Feuer ausruhen. In dieser Zeit kann gut geräuchert werden, denn die Holle nimmt, als Hüterin der Seelen, auch alle herausgejagten, unholden Geister und Wesen bei sich auf, wenn sie bei dir vorbei zieht.

Sind die Rauhnächte (die Zeit zwischen den Jahren) vorbei, schiebt der „goldborstige Eber“ das Jahresrad wieder an und setzt es in Bewegung.

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Mittwinter – oder unreligiöses Weihnachtsfest

Weihnachten feiern obwohl du nicht religiös bist?
Klar, das geht. Das geht vor allem ganz prima und besinnlich wenn wir uns an der Natur orientieren, an den Ereignissen da draußen, die wir selbst erfahren können, ohne religiöse Hintergründe oder reinem Konsumdenken.

Zentrales Thema dabei ist die Wintersonnenwende. Wir feiern, dass die dunkelste Zeit des Jahres nun vorbei ist und die Sonne wieder an Stärke gewinnt, eben wiedergeboren wird, wie das Jesuskind (Lichtkind).
Kerzen erhellen in dieser Zeit die Stuben und stehen auch mit ihrer Wärme stellvertretend für die Sonne.15626310_1766281680363584_5651707729559925842_o

Die kälte des Winters lässt uns näher zusammen rücken. Gemütliche Abende mit Kakao und Keksen nach einem langen Winterspaziergang tragen zur Entschleunigung und zur besinnlichen Rückschau auf das letzte Jahr ein.
Während wir schön im warmen sitzen und genießen, haben es die Tiere in dieser Jahreszeit nicht so einfach. Daher schenke ich ihnen gerne ein paar Nüsse, Körner und Obst, gebe der Natur nach einem erfolgreichen Jahr etwas zurück.

Mensch und Tier in trauter Runde unter’m Tannenbaum (statt Krippenfiguren). Das hat was von Frieden.
So wie wir an uns und die Tiere denken, tun wir es auch für die restliche Welt. Mittwinter als Friedensfest also.

Der berühmte Tannenbaum und ein paar grüne Zweige zieren auch unsere Räume. So erinnern wir uns an das Leben, das im Winter im Verborgenen ruht, um dann im Frühling neu auszutreiben.

Ein wunderbarer Brauch ist, am Festtag 13 Wünsche aufzuschreiben, von denen dann in den darauf folgenden 12 Rauhnächten, jeweils einer pro Rauhnacht verbrannt wird und somit als Wunsch an das Universum abgegeben wird. Um die Erfüllung des Wunsches der übrig bleibt, müssen wir uns dann im kommenden Jahr selbst kümmern.

Ein schönes naturspirituelles Weihnachtsfest und geruhsame Rauhnächte wünsche ich.

 

Im Gasthaus zur fröhlichen Meise

Solidarität mit Standing Rock

An alle Miterdenbürger:

Im Indianerreservat Standing Rock in North Dakota sind viele Ureinwohner zusammen gekommen um ihr Land, die Erde, das Wasser und das Leben vor dem Bau einer Erdölpipeline zu schützen.

 

 

Mehr dazu von Bastian Barucker:

Liebe Leute,

in North Dakota kampieren seit vielen Monaten UreinwohnerInnen aus mittlerweile rund 200 indigenen Kulturen im Gebiet der Lakota, um den Bau einer Erdölpipeline durch das „Standing Rock“ Reservat zu verhindern.

Viele Menschen in Europa haben wertvolle Lehren aus dem uralten Wissen der nordamerikanischen Natives gezogen, gerade rund um die Naturverbindungs- und Wildnispädagogik-Bewegung. Wir wissen um die große Bedeutung von Mutter Erde in diesen Kulturen.

Gerade unsere Arbeit hat eine starke Verbindung zu dieser alten Lebensweise und deshalb widmet sich dieser Newsletter nur dem Anliegen mitzuhelfen. Unterstützt die Kampagne! Leitet es weiter. Hier der Link zur Spendenaktion von Elke Loepthien und mir. Dort erfahrt ihr auch mehr über die Umstände, Quellen und wie das Geld verwendet wird.
https://www.leetchi.com/c/projekt-von-buendnis-der-deutschsprachigen-natur-und-wildnisschulen

Mit dem Geld das sie erhalten schenken sie dreimal täglich zubereitete Mahlzeiten an jeden vor Ort, der essen mag, kaufen Winterkleidung, Zelte, Ausrüstung, einfache Toiletten, medizinische Versorgung und mehr, und können gleichzeitig auch Anwaltskosten, Bußgelder bezahlen – kurz: einfach alles was vor Ort gebraucht wird.

Ich danke euch im Voraus herzlich
Bastian Barucker

(Link zum Original-Aufruf)

 

Hier nochmal die Spendenaktion. Jeder Beitrag zählt!
https://www.leetchi.com/c/projekt-von-buendnis-der-deutschsprachigen-natur-und-wildnisschulen

Bitte sprecht darüber, teilt es mit anderen Menschen und leitet es weiter.

 

Danke!

artgerecht leben als Mensch